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Europäische Union schließt die Schlupflöcher im Finningverbot

Brüssel, 6. Juni 2013: Der EU-Ministerrat hat heute das verbesserte EU-Finningverbot formell angenommen. Finning ist die verschwendierische Praxis des Abschneidens der Flossen eines Hais mit dem Rückwurf des restlichen Körpers auf See, ohne diesen zu nutzen.

Die Notwerndigkeit für eine Verbesserung des Verbots von 2003 wurde jahre lang diskutiert. Die Europäische Kommission veröffentlichte im November 2011 einen Vorschlag, der gebot, dass ein Hai nur mit seinen Flossen am Körper angelandet werden dürfe (Ganzkörperanlandung). Im November 2012 stimmte das Europäische Parlament mit 566 zu 47 für einen dazugehörigen Ausschussbericht.

Heute wurde der mit dem Parlament vereinbarte Text vom Rat angenommen und unterstreicht die Position der Fischereiminister vom April 2012, was somit den Prozess der Neuausrichtung der Verordnung abschließt.

Die Shark Alliance, die sich für eine Verbesserung der Finningverordnung seit Jahren eingesetzt hat, beglückwünscht die EU-Fischereiminister und dankt den vielen Organisationen und Bürgerinnen und Bürger, die sich für diesen Ausgang stark gemacht haben.

Die Verordnung tritt sieben Tage nach seiner Veröffentlichung im offiziellen Journal der Europäischen Union in Kraft.

Shark Alliance


Europaparlament stimmt endlich für strengeres Hai-Finningverbot

Lang umkämpfte Entscheidung war letzte wichtige Hürde in den Bemühungen um eine Schließung der EU-Schlupflöcher

Straßburg, 22. November 2013: Die Shark Alliance begrüßt das Votum des Europäischen Parlaments für eine Schließung der bestehenden Schlupflöcher im Finning-Verbot der Europäischen Union. Finning bezeichnet die Methode, bei der die Flossen eines Hais abgetrennt werden und der Körper auf See entsorgt wird. Nach jahrelangen Debatten haben 566 zu 47 Mitglieder des Europäischen Parlaments für einen Bericht gestimmt, der den Vorschlag der Europäischen Kommission billigt, die Ganzkörperanlandung sämtlicher Haie – d.h. ihre Anlandung im Hafen im natürlichen Zustand mitsamt den Flossen am Körper – verbindlich vorzuschreiben.

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Bundesministerin Aigner schließt sich Forderung der Bürger nach mehr Haischutz an

Zeitgleich mit der Debatte im Europäischen Parlament über die Perspektiven des EU-Finning-Verbots an Haien machen Naturschutzgruppen, Taucher, Wissenschaftler und andere Teile der Öffentlichkeit in Deutschland die breite öffentliche Unterstützung für den Haischutz deutlich.

Vertreter der Shark Alliance - darunter die Deutsche Elasmobranchier-Gesellschaft - haben am 8. Mai 2012 gegenüber Fischereiministerin Ilse Aigner auf die besondere Bedeutung der Haie für Deutschland und die gesamte EU hingewiesen und ein Buch vorgelegt, das an die im vergangenen Herbst im Rahmen der European Shark Week durchgeführten Aktionen und Veranstaltungen erinnert und die Zahlen zum deutschen Haifang und -handel auflistet.